Laura Dahlmeier, Simon Eder und Jakov Fak fallen bei der JOKA Biathlon World Team Challenge 2017 leider krankheitsbedingt aus.

Laura Dahlmeier, Simon Eder und Jakov Fak werden bei der JOKA Biathlon World Team Challenge am 28. Dezember 2017 leider krankheitsbedingt nicht an den Start gehen. Für die Rennen in der VELTINS-Arena wurden Nadine Horchler (Team Deutschland 1), Julian Eberhard (Team Österreich) sowie Michael Rösch (Zwei-Nationen-Team Ukraine/Belgien) nachnominiert. Nadine Horchler geht gemeinsam mit Benedikt Doll für Deutschland an den Start. Julian Eberhard wird nun gemeinsam mit Lisa Theresa Hauser das österreichische Duo bilden und Michael Rösch startet für Belgien mit der Ukrainerin Yulia Dzhima als Zwei-Nationen-Team beim Biathlon auf Schalke.

Nadine Horchler wird anstelle von Laura Dahlmeier für die JOKA Biathlon World Team Challenge nachnominiert. Mit Nadine Horchler wird die Weltcup-Siegerin im Massenstart von Antholz 2017 antreten. „Das ist wirklich sehr schade für Laura, denn sie hatte sich sehr gefreut bei uns an den Start zu gehen und wollte hier natürlich mit einem Sieg an ihre zuletzt sehr starken Leistungen anknüpfen. Wir wünschen Laura nur das Beste und hoffen, dass Sie schnell wieder gesund wird. In der Zwischenzeit freuen wir uns auf Nadine Horchler, die Weltcup-Siegerin von Antholz in diesem Jahr, die als sehr gute Staffelläuferin nun das Team Deutschland 1 mit Benedikt Doll bildet.“, sagt WTC-Chef-Organisator Herbert Fritzenwenger.

„Julian Eberhard ist der Aufsteiger der letzten Saison, er war Teil der Staffel in Hochfilzen und ist ein super schneller Läufer und Schütze. Michael Rösch hat eine außergewöhnliche Laufbahn hinter sich. Als Staffelläufer beim diesjährigen Weltcup in Hochfilzen hat er gezeigt, dass er alle schlagen kann“, so Fritzenwenger zu den weiteren Athleten.

An dieser Stelle wünschen wir Laura Dahlmeier, Simon Eder und Jakov Fak gute Besserung.

Über Julian Eberhard

Julian Eberhard wurde am 9. November 1986 in Saalfelden am Steinernen Meer geboren. Der Saalfeldener betreibt Biathlon seit 1996. Sein Debüt im Biathlon-Weltcup gab Eberhard 2006 bei einem Sprint in Hochfilzen. In der Weltcupsaison 2010/11 erreichte er mit den Rängen 20 im Sprint und 18 im Verfolgungsrennen in Presque Isle seine besten Weltcupresultate. Diese Resultate übertraf er mit einem 10. Platz im Sprintrennen von Fort Kent.

In der Saison 2015/16 gewann er nach einem 7. Platz im Sprint von Hochfilzen und einem 4. Platz im Sprint von Canmore im russischen Chanty-Mansijsk – ebenfalls im Sprint – sein erstes Weltcuprennen. Fehlerfrei und mit der zweitschnellsten Laufzeit setzte er sich gegen die ebenfalls fehlerfreien Deutschen Simon Schempp und Arnd Peiffer durch und verdrängte seinen Teamkameraden Dominik Landertinger vom Siegerpodest. Es war Eberhards erstes Podium in einem Einzelrennen und der erste Sprintsieg eines österreichischen Biathleten seit Christoph Sumann im slowakischen Osrblie im Dezember 2001.

Über Michael Rösch

Michael Rösch, der Sohn des ehemaligen Biathlon-Weltmeisters Eberhard Rösch, begann als Neunjähriger mit dem Biathlon. Er ist vierfacher Juniorenweltmeister, dreimal mit der Staffel sowie 2002/03 im Sprint. Bei den Olympischen Winterspielen in Turin 2006 gewann er mit Ricco Groß, Sven Fischer und Michael Greis die 4 × 7,5 km Biathlonstaffel und somit seine erste olympische Goldmedaille.

Im selben Jahr wurde Rösch Fünfter der Weltcup-Gesamtwertung. Nach einer Zeit, die nicht erfolgreich verlief, kehrte Rösch am 9. Dezember 2011 in den Weltcup zurück: In Hochfilzen belegte er im Sprint den 27. und im anschließenden Verfolgungsrennen den 12. Platz. Mitte September 2012 wurde bekannt, dass er künftig für Belgien an den Start gehen möchte. Rösch gab dafür seinen Posten bei der Bundespolizei auf. Die Einbürgerung in Belgien zog sich bis zum 27. Januar 2014 hin. Bei seinen ersten Wettkämpfen unter belgischer Flagge im Rahmen des IBU-Cup im März 2014 im italienischen Martell erfüllte er mit einem 19. Rang im Sprint und einem 11. Rang in der Verfolgung die Kriterien für den Erhalt einer Wildcard. Diese bekam er zur Saison 2014/15, in der er zum Auftakt in Östersund 50. im Einzel wurde. In Oberhof konnte er zu Beginn des Jahres 2015 als 30. seine ersten Punkte in einem Sprintrennen für Belgien gewinnen. Den größten Weltcuperfolg nach seinem Nationenwechsel erzielte Rösch am 10. Dezember 2016 in Pokljuka mit dem 6. Platz im Verfolgungsrennen. Ein Highlight setzte er in der aktuellen Saison, als er beim Weltcup in Hochfilzen als erster Staffelläufer der Konkurrenz davon fuhr und sogar Biathlon-Urgestein Ole Einar Björndalen überspurtete.

Über Nadine Horchler

Nadine Horchler hat drei jüngere Geschwister, zwei Schwestern und einen Bruder. Die Zwillinge Karolin und Kristin gehörten auch zum Nachwuchs im Biathlonsport in Deutschland. Während Karolin inzwischen auch im Weltcup eingesetzt wird, hat Kristin ihre Karriere im aktiven Leistungssport bereits beendet. Nadine Horchler startet für den SC Willingen, wohnt jedoch in Mittenwald und wird dort von Bernhard Kröll trainiert. Sie gehört der Sportfördergruppe der Bundeswehr an und bekleidet den Rang eines Feldwebels. Im Dezember 2015 legte sie erfolgreich die Prüfung zur „Heilpraktikerin für Psychotherapie“ ab.

Beim Weltcup in Antholz 2017 rückte sie für Miriam Gössner, die sich auf die Europameisterschaften vorbereiten sollte, in die Mannschaft. Mit dem 19. Platz im Einzelwettkampf sicherte sie sich einen Platz in der Nachrückerliste für den folgenden Massenstart. Nachdem einige Athletinnen nicht an den Start gingen, konnte Hochler mit Startnummer 30 als letzte Athletin des Feldes ins Rennen gehen. Nach vier fehlerfreien Schießeinlagen ging sie kurz hinter der Führenden Gabriela Koukalová auf die letzte Runde, setzte sich im Zielsprint gegen die Tschechin durch und gewann ihr erstes Weltcuprennen vor ihrer Teamkameradin Laura Dahlmeier, die Koukalová kurz vor dem Ziel auch noch überholen konnte.

Erste internationale Einsätze hatte Nadine Horchler 2006 im Rahmen des IBU-Cups der Juniorinnen. In Obertilliach erreichte sie in ihren ersten Rennen einen vierten und zwei fünfte Plätze. Bei den Deutschen Meisterschaften 2008 erreichte Horchler mit Carolin Hennecke und Magdalena Neuner im Staffelrennen die drittbeste Zeit, gewann aber keine Medaille, da diese Staffel außer Konkurrenz gestartet war. Erst zur Saison 2009/10 kam sie nach 2006 erneut zu internationalen Einsätzen im IBU-Cup. Schon in ihrem ersten Sprint in Altenberg gewann sie als 27. erste Punkte. Aufgrund der Leistungen im IBU-Cup und bei den Europameisterschaften wurde Nadine Horchler vom DSV wieder in den B-Kader für die Saison 2016/17 aufgenommen. Im Januar 2017 ersetzte sie die erkrankte Franziska Preuß beim Weltcup in Oberhof und startete zum ersten Mal überhaupt gemeinsam mit ihrer Schwester Karolin in einem Weltcuprennen. Nach einem 35. Platz im Sprint verbesserte sie sich im Verfolgungsrennen trotz vier Schießfehlern auf den 17. Rang. Grundlage für diese Verbesserung war die beste Laufzeit innerhalb der deutschen Mannschaft.