Zweifach-Kampf ist die Übersetzung aus dem Lateinischen für den Begriff Biathlon. Die Sportart setzt sich aus den Disziplinen Skilanglauf und Schießen zusammen. Vereint werden im Biathlon daher eine Ausdauer- und eine Präzisionssportart. Die Entwicklung geht auf eine lange Geschichte zurück.

Zunächst war der Biathlonsport eher eine Randsportart, hat sich aber zu einer erfolgreichen Sportart entwickelt. Seit den 90-Jahren wurde das Zuschauerinteresse immer größer, sodass Biathlon heute  insbesondere in Deutschland zu den beliebtesten Wintersportarten zählt.

Ursprünglich fand der Biathlonsport vor allem im militärischen Bereich statt. Norwegische Ureinwohner verteidigten sich schon in der Wikingerzeit auf Skiern. In Nordeuropa entwickelte sich das Skifahren im 18. Jahrhundert zum wichtigsten Militärsport. Gute Soldaten beherrschten sowohl den Langlauf als auch das Schießen. Im 19. Jahrhundert fanden die ersten organisierten  Wettkämpfe statt. 1861 wurde in Norwegen der erste Biathlonverein gegründet.

Ab 1906 erleichterte und förderte die maschinelle Fertigung von Skiern in österreichischen Werkstätten den Sport wesentlich. 1912 gab es in Norwegen schon Einzelläufe, die dem heutigen Einzellauf sehr nah sind. Aus diesen frühen Wettkämpfen entwickelte sich ein Militärpatrouillenlauf, den man als Vorläufer des heutigen Biathlons ansehen kann.

Nach dem Zweiten Weltkrieg durften auch zivile Athleten an den Wettkämpfen teilnehmen.  Der am 3. August 1948 gegründete Verband Union Internationale de Pentathlon Moderne (UIPM) zeigte Interesse an der Aufnahme eines Wintersport-Wettbewerbs und entschied sich für die Kombination aus Laufen und Schießen. Auf Vorschlag des Vorsitzenden der UIPM,  Sven Thofelt, wurde der Name Biathlon eingeführt.

Das IOC (Internationales Olympisches Komitee) erkannte Biathlon 1954 als eigenständige Sportart an. Die wichtigsten Biathlon-Wettkämpfe werden heute von der IBU (Internationale Biathlon Union) veranstaltet. Damit ist Biathlon der einzige Skisport, der nicht von der Fédération Internationale de Ski (FIS) reglementiert wird. In den Anfangsjahren des Biathlons wurde noch auf Papierscheiben und Luftballons geschossen. Ab den Weltmeisterschaften 1981 setzten sich dann schwarze Metallscheiben durch, die bei einem Treffer durch den Aufprall automatisch abklappen. Mitte der 1990er-Jahre wurde ein modernes System mit elektromechanischen Scheiben und computerisierter Auswertung der Treffer eingeführt.

Während für offizielle Wettkämpfe nur noch Metallscheiben zugelassen sind, werden beim so genannten Anschießen, der Vorbereitung auf einen Wettkampf, stets Kartonscheiben verwendet.

Frauenwettkämpfe gibt es dagegen erst seit ca. 1980. Bei den Winterspielen 1992 in Albertville war  Damenbiathlon zum ersten Mal olympische Disziplin. Trotz des späten Beginns entwickelte sich die Sportart für Damen sehr rasant und ist heute den Männern gegenüber gleichwertig.