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Sechs Damen und fünf Herren stehen im Aufgebot des DSV für die anstehende Biathlon-Weltmeisterschaft im norwegischen Oslo. Bei der WM im letzten Jahr konnten die deutschen Biathletinnen und Biathleten insgesamt fünf Medaillen erkämpfen und wollen nun auch im Land der Rentiere und Fjorde wieder angreifen.

Neben den beiden derzeit besten deutschen Starterinnen Laura Dahlmeier und Franziska Hildebrand wurden für den WM-Kader auch Franziska Preuß, Vanessa Hinz und Miriam Gössner nominiert. Vervollständigt wird das Team der Damen von Maren Hammerschmidt.

Bei den Herren werden in Oslo fünf Starter in die Loipe gehen. Bundestrainer Mark Kirchner nominierte für den Saisonhöhepunkt Staffelweltmeister Simon Schempp, der beim Biathlon auf Schalke zusammen mit seiner Partnerin Vanessa Hinz den 2. Platz belegte, und Doppelweltmeister Erik Lesser. Außerdem im Team sind Andreas Birnbacher, Benedikt Doll und Arnd Peiffer, der beim letzten Weltcuprennen in den USA schwer stürzte, eine Gehirnerschütterung sowie zahlreiche Prellungen erlitt, nun aber fit für die Weltmeisterschaft ist.

Hildebrand und Dahlmeier wollen Top-Platzierungen
Für die deutsche Damenauswahl gehen vor allem Laura Dahlmeier und Franziska Hildebrand nach ihren starken Weltcupleistungen als größte Medaillenhoffnungen an den Start. Trotz der sehr guten Saison bemüht sich Bundestrainer Gerald Hönig um Zurückhaltung, insbesondere weil die Mannschaft immer noch sehr jung ist. Angriffslustiger und selbstbewusster geben sich die Athletinnen selbst.

Sowohl Dahlmeier als auch Hildebrand streben nach ihren Weltcuperfolgen auch nach WM-Medaillen und wollen in Oslo angreifen. Doch neben den beiden Topfavoritinnen könnten auch die anderen deutschen Starterinnen durchaus für eine Überraschung bei den Titelkämpfen sorgen.

Simon Schempp ist größte Medaillenhoffnung der Herren
Ähnlich wie die DSV-Damen, zählen auch die Biathlon-Herren zu den heißen Anwärtern auf die WM-Medaillen in Oslo. Allen voran Simon Schempp, der bei der letztjährigen Weltmeisterschaft in Kontiolahti Gold mit der Staffel gewann, zählt beim Saisonhighlight zum Favoritenkreis und möchte in diesem Jahr auch bei den Einzelrennen angreifen. Alle anderen DSV-Starter legen die Messlatte für die WM nicht allzu hoch, befinden sich aber in Schlagdistanz zur Spitze.

Je nach Athlet kommt es in Oslo darauf an, eine möglichst gute Tagesleistung abzurufen. Erik Lesser hofft, nachdem er im letzten Jahr überraschend WM-Gold holte, seine zum Weltcupende steigende Form mit zu den Titelkämpfen am Holmenkollen nehmen zu können. Einen ähnlichen Wunsch hegt auch Andreas Birnbacher, der mit 34 Jahren vermutlich seine letzte Weltmeisterschaft bestreiten wird und nun nochmal alles aus sich herausholen will.