Biathlon auf Schalke 2014, VELTINS-Arena

VELTINS-Arena, Biathlon WTC, 27.12.2014

Heute stellen wir euch mit Franziska Hildebrand eine weitere deutsche Top-Athletin vor. Gemeinsam mit ihrem Partner Erik Lesser startete sie im vergangenen Jahr bei der IKK classic Biathlon World Team Challenge und schaffte es auf den siebten Platz.

Franziska Hildebrand ist Sportsoldatin und wurde am 24. März 1987 in Halle (Saale) geboren. Sie lebte viele Jahre in Köthen und fing wie ihre Zwillingsschwester bereits im Alter von fünf Jahren mit Skilanglauf an, ehe sie mit 11 Jahren zum Biathlon wechselte. Trainiert wurde sie dort lange Zeit von ihrem Vater Wolfgang Hildebrand, seit einigen Jahren lebt und trainiert sie nun in Ruhpolding. Neben dem Biathlon studiert sie zudem seit 2007 Internationales Management an der Hochschule Ansbach.

Sportlich lief es bei ihr bereits früh sehr gut. Bei der Junioren-Europacup-Saison 2005/06 gab Hildebrand ihr internationales Debüt. Beste Resultate wurden ein Sieg im Sprint von Altenberg im Jahr 2006 sowie der Gewinn des Einzels in Obertilliach 2007. 2006 startete sie in Presque Isle bei ihrer ersten Junioren-WM und gewann im Staffelwettbewerb den Titel, was sie 2008 in Ruhpolding sogar wiederholen konnte. Ihre erste Medaille im Erwachsenenbereich gewann Franziska Hildebrand bei den Biathlon-Europameisterschaften 2010 in Otepää, als sie im Einzel Platz 3 belegte, in der Staffel reichte es sogar für Gold. In der Saison 2010/11 wurde sie Gesamtsiegerin im IBU-Cup und lag zudem in der Einzel- und Verfolgungswertung vorne.

Aufgrund ihrer starken Leistungen wurde sie 2011 erstmalig für die Weltcupmannschaft nominiert. Trotz guter Leistungen und des Rücktritts von Magdalena Neuner musste sie sich zum Anfang der neuen Saison 2012/13 erneut für ihren Einsatz im Weltcup empfehlen. Aufgrund durchwachsener Leistungen zu Beginn der Saison wurde ihr Platz zwischenzeitlich sogar anders vergeben, Hildebrand kämpfte sich jedoch wieder zurück ins Team. Für den Weltcup 2014/15 wurde sie hingegen schon früh nominiert und rechtfertigte diese Nominierung mit fünf Top-10-Ergebnissen in den ersten fünf Einzelrennen.

Von da an lief es immer besser und es folgten viele gute Platzierungen. Am 11. Dezember 2015 konnte sie im Sprint in Hochfilzen dann auch ihren ersten Weltcup-Sieg feiern. Und auch in dieser Saison läuft es bislang richtig gut und sie liegt derzeit auf dem fünften Platz in der Gesamtrangliste.