Heute Mittag starteten die Wettkämpfe beim Biathlon Weltcup im tschechischen Nové Město na Moravě mit einer Premiere: der Single-Mixed-Staffel.

Diese wurde dieses Jahr als offizielle Disziplin in den Wettkampfkalender integriert und ist besonders spannend für die Zuschauer, da sich neunzig Prozent des Wettkampfes direkt im Stadion abspielt – ähnlich wie beim Biathlon auf Schalke. Auch Gerald Hönig, Cheftrainer des DSV, sieht Parallelen zur Biathlon-WTC in der VELTINS-Arena: „Die Athleten laufen auf einer kurzen Strecke, es wird oft geschossen, vergleichbar mit Schalke. Das ist attraktiv für das Publikum.“

Doch wie läuft eine Single-Mixed-Staffel eigentlich ab?
Ein Team besteht lediglich aus einer Frau und einem Mann. Dadurch ist Spannung garantiert, denn aufgrund der kleinen Teams haben auch kleinere Nationen gute Siegchancen.

Gelaufen und geschossen wird abwechselnd. Den Start macht die Frau, sie schießt nach der ersten Runde liegend, nach der zweiten stehend und übergibt dann an den Mann. Sobald dieser ebenfalls liegend und stehend geschossen hat, übergibt er erneut an seine Partnerin.Wenn diese wiederum ihre nächsten zwei Schießeinlagen und Runden beendet hat, muss der Mann erneut auf die Stecke und läuft nach dem letzten Schießen noch eine Runde. Somit kommen die Frauen auf eine Distanz von 4 x 1,5 km, die Männer wiederum auf 5 x 1,5 km. Für jeden Fehlschuss muss eine Strafrunde absolviert werden, Nachlader gibt es nicht. Wird ein Athlet überrundet, wird er aus dem Rennen genommen.

Davon abgesehen gelten alle übrigen Regeln und Verfahren, die auch sonst bei Staffelrennen zum Tragen kommen.