Anaïs Bescond und Emilien Jacquelin

Die französische Auswahl wird in diesem Jahr durch Anaïs Bescond und Emilien Jacquelin besetzt. Gerade Bescond lässt es sich nicht nehmen erneut auf Schalke anzutreten, um den vierten Platz aus dem letzten Jahr zu verbessern. Mit der aufstrebenden Nachwuchshoffnung Jacquelin stehen die Chancen dafür durchaus gut. Für Team Italien werden Karin Oberhofer und Dominik Windisch versuchen um die vorderen Plätze kämpfen. Das Mixed-Team der Nationen Ukraine und Slowenien werden durch Yuliia Dzhima und Jakov Fak vertreten. Das Duo hat aktuell wohl die beste Form des gesamten Starterfeldes beim Biathlon auf Schalke und hervorragende Chancen nach ganz oben auf das Podest zu laufen.

Die Zuschauer auf Schalke dürfen sich mit Anaïs Bescond auf eine der erfolgreichsten Biathletinnen der letzten Jahre freuen. Nicht wenige werden sich noch an den emotionalen Biathlon auf Schalke im letzten Jahr erinnern, bei dem sie zusammen mit Jean-Guillaume Béatrix den vierten Platz erlief. Bereits in der Anfangsphase von Besconds Karriere konnte man absehen, wohin der Weg für die junge Französin führen sollte. Insgesamt fünf Junioren-WM-Medaillen war das Ergebnis am Ende einer sehr erfolgreichen Laufbahn im Jugend- und Juniorenbereich. Der Übergang in die Biathlon-Weltelite erfolgte 2007 im norwegischen Oslo. In ihrem ersten Massenstartrennen  erlief die hauptberufliche Offizierin umgehend die Qualifikation für die anschließende Verfolgung. Seitdem ist sie regelmäßig in den Weltcup-Punkterängen vertreten. Der zweifelsohne bisher größte Erfolg gelang der mittlerweile 30-jährigen aber mit dem Gewinn der Goldmedaille in der Mixed-Staffel bei der Biathlon-WM in Oslo 2016.

Für das ehrgeizige Ziel einen Podiumsplatz zu sichern, unterstützt Bescond die junge französische Biathlonhoffnung Emilien Jacquelin. Er komplettiert am 28. Dezember das französische Duo. Der 22-jährige aus Grenoble hat in den vergangenen zwei Jahren stark auf sich aufmerksam gemacht. 2016 war er der viertbeste Biathlet im IBU-Juniorcup. Im letzten Jahr hat er seine erste Saison im IBU-Cup als fünftbester Biathlet abgeschlossen. Dabei war er der jüngste Aktive unter den Top-25 der Gesamtwertung. Seit dem Saisonauftakt im November in Östersund ist Emilien Jacquelin Teil der französischen Weltcup-Mannschaft. Bei seinem Debüt in der Königsklasse in Schweden lief er in jedem Rennen in die Punkte. In Hochfilzen folgte der erste Podestplatz mit der Herren-Staffel.

Mixed-Team beim Biathlon auf Schalke

Die 27 Jahre alte Ukrainerin gilt in Expertenkreisen als ausgezeichnete Team-Läuferin und eignet sich demnach exzellent für das „Zwei-Nationen-Duo“ und den Wettbewerb auf Schalke. Eine Olympische Goldmedaille aus Sotschi 2014 und eine Vize-Weltmeisterschaft aus Hochfilzen 2017, sprechen in Sachen Staffel-Kompetenz eine eindeutige Sprache zugunsten Dzhimas. 

Auch ihr Teamkollege beim Biathlon auf Schalke, Jakov Fak, ist aktuell in bestechender Form. Dabei stand die Karriere des mittlerweile 30-jährigen schon kurz vor dem Aus. In der Saison 2010/11 drohten Erfrierungen am Abzugsfinger seine sportliche Laufbahn zu beenden. Doch bei der Weltmeisterschaft 2012 in Ruhpolding demonstrierte der Olympia-Dritte von Vancouver mit seinem ersten Weltmeistertitel, dass er sich nicht unterkriegen lässt. 2015 wurde der Slowene in Kontiolahti Weltmeister im Massenstart. Er weiß also, wie man sich gegen die direkte Konkurrenz am Schießstand und auf der Strecke behauptet. Fak ist sehr gut in die Saison gestartet, stand sowohl in Östersund als auch in Hochfilzen schon auf dem Podest. Derzeit liegt der 30-Jährige in der Weltcup-Gesamtwertung auf dem dritten Rang, gleich hinter Martin Fourcade und Johannes Thingnes Bø.

Jakov Fak ist zudem kein Unbekannter beim Biathlon auf Schalke. 2013 erreichte er mit Teamkollegin Teja Gregorin den dritten Platz. Die Zuschauer dürfen also gespannt sein, welche Platzierung in diesem Jahr, im Zusammenspiel mit der Ukrainerin Yuliia Dzhima, herausspringen wird.

Italien startet mit Oberhofer und Windisch auf Schalke

Beide Südtiroler möchten natürlich die italienischen Nationalfarben auf das Siegerfoto bringen. Warum auch nicht? Mit Dominik Windisch geht der beste italienische Biathlet der vergangenen Saison bei der Biathlon World Team Challenge in die Loipe. Der 28-Jährige platzierte sich am Ende des Winters auf Rang 14 der Gesamtweltcup-Wertung und gehört zu den Top-Athleten seiner Disziplin. Diese Saison begann für den Brunecker mit Platz zwei in der Mixed-Staffel von Östersund. Das Format ist ihm daher sehr vertraut. Seit den Rennen in Hochfilzen ist Windisch regelmäßig in den Top-10-Platzierungen unterwegs. Der aus dem Pustertal stammende Windisch kann dabei nunmehr auf Erfahrungen aus 7 Jahren Biathlon auf Weltcup Niveau zurückblicken.

Mit Karin Oberhofer steht Windisch eine erfahrene Athletin zur Seite. Und beide waren zum Beispiel schon bei den Olympischen Spielen in Sotschi zusammen erfolgreich! Dort holten sie mit Dorothea Wierer und Lukas Hofer Bronze in der Mixed-Staffel. Die 32-Jährige wartet außerdem mit drei WM-Bronzemedaillen auf. In mittlerweile über 150 Weltcup-Rennen kann die aus Tirol stammende knapp 50 Top-Ten Platzierungen zählen. Das Jahr 2017 Stand im Hause Oberhofer bislang jedoch ganz im Zeichen des Nachwuches. Mitte Juli brachte Oberhofer einen kleinen Jungen zur Welt. Nachdem sie ihre Babypause beendet hat, ist sie auf dem besten Wege sportlich an alte Erfolge anzuknüpfen.