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Dorothea Wierer ist derzeit wohl die beste italienische Biathletin. Zwar erreichten sie und ihr Mixed-Partner beim Biathlon auf Schalke 2015 nur den 9. Rang, doch zeigte die 26-Jährige in der vergangenen Saison ihr Können und überzeugte mit starken Leistungen im Weltcup, sie erreichte in der Gesamtweltcup-Wertung den dritten Platz hinter Gabriela Soukalova und Marie Dorint-Habert. In diesem Jahr möchte sie zusammen mit Dominik Windisch angreifen und einen Podiumsplatz erlaufen. Dominik Windisch ist zum ersten Mal auf Schalke dabei. Die Weltcup-Saison 2015/16  beendete er auf  Platz 22.

„Ich freue mich auch 2016 wieder dabei zu sein. Mit meinem neuen Teampartner haben wir zusammen sicher gute Chancen“, sagt die 26-Jährige. In der vergangenen Saison wurde sie unter anderem  Vizeweltmeisterin in der Verfolgung und ist ein Garant für spannende Duelle. Dominik Windisch feiert beim Biathlon auf Schalke seine Premiere. „Mit meiner ersten Teilnahme auf Schalke geht für mich ein langjähriger Traum in Erfüllung“, freut sich der Südtiroler. Er feierte seinen ersten Weltcup-Sieg in der letzten Saison im kanadischen Canmore, bei der WM in Oslo erreichte Windisch mit dem Rang vier im Massenstart und Platz fünf im Sprint hervorragende Positionen.

Für Chef-Organisator Herbert Fritzenwenger ist Italien ein Top-Team für die IKK classic Biathlon World Team Challenge: „Ein tolles und äußerst attraktives Team, das wir hier als erstes benennen können.“ Die deutschen Teams für den Biathlon auf Schalke werden nach den Deutschen Meisterschaften im Herbst von den  Bundestrainern nominiert.

Dorothea Wierer wurde als das dritte von fünf Kindern in Bruneck, Südtirol geboren. Sie besuchte die Sportoberschule in Mals, absolvierte dort im Jahr 2009 ihr Abitur und arbeitet seitdem für die italienische Finanzwache, eine auf Wirtschaftskriminalität spezialisierte Gruppe der Polizei. Schon im Alter von 10 Jahren begann die Südtirolerin mit dem Biathlonsport und rückte 2006 in den italienischen Nationalkader auf. 2009 gelang Dorothea Wierer dann der Sprung in den Leistungsbereich und den Weltcup. Seitdem steigert sie ihre Leistungen Jahr für Jahr.

„Aufgeber gewinnen nie, Gewinner geben nie auf!“ – das ist für den Italiener nicht nur sein sportliches Motto, sondern auch seine Lebenseinstellung. Einer seiner größten Erfolge bisher war der Gewinn der Bronzemedaille in der Staffel bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2008. Dieses Ergebnis ebnete ihm den Weg in den Nationalkader und den Sprung in den Profi-Zirkus. Seit 2011 gehört der 27-Jährige zum italienischen Weltcup-Team. Seinen ersten Weltcupsieg in einem Einzelrennen gewann Windisch im Massenstart in der Saison 2015/16 im kanadischen Canmore.