BIATHLON

TEAMS

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Team Deutschland 1

Janina Hettich-Walz & Justus Strelow

Janina Hettich-Walz

Hettich-Walz feiert nach ihrer Babypause ein starkes Comeback: Zuletzt gewann sie den Deutschen Meistertitel im verkürzten Einzel und am darauffolgenden Tag auch den Titel im Sprint bei den Deutschen Meisterschaften am Arber. Die klare Botschaft Richtung Winter, da weiterzumachen, wo sie aufgehört hat. Denn als Vizeweltmeisterin im Einzel von Nove Mesto 2024 hat sie sich für die kommende olympische Saison einiges vorgenommen.

Die gebürtige Schrambergerin startet bereits zum zweiten Mal auf Schalke und zählt zu den erfolgreichsten deutschen Biathletinnen der vergangenen Jahre. Ihren größten Einzelerfolg feierte sie 2024 bei der Weltmeisterschaft in Nove Mesto, wo sie im 15-km-Einzel mit fehlerfreiem Schießen die Silbermedaille gewann. Bereits 2021 hatte sie mit der deutschen Frauen-Staffel WM-Silber geholt, 2024 kam zudem Bronze mit der Staffel hinzu. Auch bei Europameisterschaften war sie erfolgreich: 2019 gewann sie Mixed-Staffel-Silber, 2022 folgten zwei weitere Silbermedaillen (Verfolgung, Mixed) und Bronze im Sprint.

National sicherte sich die Athletin bislang vier DM-Titel (2020 im Einzel, 2021 im Sprint und 2025 in beiden Disziplinen), eine Silber- und vier Bronzemedaillen. Im Weltcup erreichte sie 2023/2024 ihren bislang größten Erfolg mit Platz zwei im Massenstart von Canmore, insgesamt stand Hettich-Walz mit der Staffel bereits achtmal auf dem Podest und feierte einen Sieg im Single-Mixed. Zudem landete sie erstmals unter den Top Ten des Gesamtweltcups.

Justus Strelow

Justus Strelow gilt als einer der besten Schützen im Feld – und bringt somit ideale Voraussetzungen für das Wintersportspektakel in Gelsenkirchen mit. Gerade auf der kompakten Arena-Strecke, auf der das Schießen oftmals rennentscheidend ist, zählt Präzision unter Druck – eine Stärke, für die Strelow bekannt ist.

Dieses Talent verhalf ihm 2024 auch zu einem starken zweiten Platz auf Schalke, den der 28-Jährige bei seiner Premiere in der VELTINS-Arena gemeinsam mit seiner Teamkollegin Anna Weidel erreichte. Strelow, der sich seit seinem Weltcup-Debüt 2021 in der Biathlon-Szene etabliert hat, gelangen in der Folge bei den Europameisterschaften große Triumphe: 2020 gewann er Silber, 2021 Gold und 2022 Bronze in der Single-Mixed-Staffel. Im IBU-Cup holte er mehrere Staffelsiege und wurde 2021/2022 Supersprint-Gesamtsieger.

Beim Weltcup erreichte er 2023/2024 mit dem zweiten Platz sein erstes Einzelpodium in Östersund, sowie mit Vanessa Voigt seinen ersten Staffel-Sieg im Single-Mixed in Antholz. Insgesamt stand der deutsche Biathlet mehrfach mit der Staffel auf dem Podest und erreichte ebenfalls 2023/2024 seine bisher beste Saison mit Rang 14 im Gesamtweltcup und Platz acht im Einzelweltcup. Bei den Weltmeisterschaften 2025 in Lenzerheide gewann Strelow Bronze in der Mixed- und Single-Mixed-Staffel – und auch national ist er erfolgreich: 2024 wurde er Deutscher Meister in der Verfolgung, weitere Podestplätze folgten 2024 und 2025.

Team Deutschland 2

Marlene Fichtner & Danilo Riethmüller

Marlene Fichtner

Die 22-jährige Marlene Fichtner gehört zum zweiten deutschen Team beim WTC-Biathlon auf Schalke. Geboren am 16. März 2003, startet sie für den Ski-Club Traunstein und trainiert in Ruhpolding unter der Leitung von Kristian Mehringer.

Bereits in jungen Jahren zeigte Fichtner ihr Talent: Bei den Jugend-Weltmeisterschaften 2022 in Soldier Hollow gewann sie mit der Staffel die Silbermedaille. In der Saison 2022/23 wechselte sie in den Juniorenbereich und holte bei den Junioren-Europameisterschaften Bronze in der Verfolgung sowie mit der Single-Mixed-Staffel. Kurz darauf wurde sie bei den Juniorenweltmeisterschaften in Shchuchinsk mit der deutschen Staffel Junioren-Weltmeisterin.

In der Saison 2024/25 erzielte Fichtner bei den IBU-Cup-Rennen in Geilo einen wichtigen Erfolg: Sie gewann die 10-km-Verfolgung mit makelloser Schießleistung. Daraufhin feierte sie ihre Weltcup-Premiere im Sprint von Hochfilzen. Bei der Europameisterschaft 2025 in Martell wurde sie Zweite im Einzelrennen und konnte im Staffelrennen mit der deutschen Fahne ins Ziel laufen und sich die Goldmedaille sichern.

Mit ihrer Erfahrung im IBU-Cup gilt Marlene Fichtner als aufstrebendes Talent im deutschen Biathlonteam. Der Wettkampf auf Schalke könnte für sie eine große Bühne sein  und vielleicht ein Startpunkt für eine erfolgreiche Karriere auf Weltcup- und Großereignisniveau.

Danilo Riethmüller

Der 25-jährige Danilo Riethmüller ist einer der Shooting-Stars im deutschen Biathlon, und das liegt nicht nur an seinem Können, sondern auch an seiner Herkunft aus dem Herzen des Harzes. Geboren am 13. November 1999 in Blankenburg (Harz), wuchs er in Hasselfelde auf und schrieb schon früh Wintersportgeschichte beim WSV Clausthal-Zellerfeld.

Seinen Durchbruch feierte Riethmüller spektakulär: Im Dezember 2024 erreichte er bei seinem ersten Podest im Weltcup nach einem fulminanten Massenstart in Le Grand-Bornand den zweiten Platz, eine Leistung, die viele überraschte und die Debatte über das Potenzial des „Harz-Biathleten“ neu entfachte. Er kam vor dem norwegischen Superstar Johannes Thingnes Bø ins Ziel und konnte es kaum fassen.

Doch damit nicht genug: Bei der Biathlon-WM 2025 in Lenzerheide sicherte er sich gemeinsam mit seinen Teamkollegen die Bronzemedaille in der Männerstaffel, und feierte damit nach vielen Jahren wieder einen Erfolg mit der Staffel bei einer Weltmeisterschaft.

Danilo wird oft als „Gott der Höhe“ bezeichnet, ein Spitzname, den ihm TV-Experte Michael Rösch verlieh, weil er bei Rennen in größeren Höhenlagen besonders aufblüht. Privat bleibt er jedoch sehr bodenständig: Nach seiner Zeit im Harz zog er nach Oberhof, um am dortigen Olympiastützpunkt zu trainieren, und von der starken Männermannschaft unter der Leitung von Jens Filbrich zu profitieren.

In der kommenden olympischen Saison will Riethmüller an seine Erfolge aus der letzten Saison anknüpfen und sein großes Ziel von den olympischen Winterspielen im Februar in Antholz realisieren. Der spannende Zweikampf beim Biathlon auf Schalke ist für den Wahl-Thüringer der perfekte Wettkampf, um sich auf sein großes Ziel Olympia vorzubereiten.

Team Tschechien

Tomáš Mikyska & Markéta Davidová

Tomáš Mikyska

Tomáš Mikyska ist ein tschechischer Biathlet, der am 2. Februar 2000 in Ústí nad Orlicí geboren wurde. Er begann schon früh mit dem Biathlon und feierte erste internationale Erfolge bei Jugend- und Juniorenweltmeisterschaften, darunter eine Silber- und eine Bronzemedaille im Staffelwettbewerb. Sein Weltcup-Debüt gab er 2020 in Kontiolahti. Besonders hervorstach er 2024 mit einem zehnten Platz im Einzel bei den Weltmeisterschaften in Nové Město na Moravě – ein starkes Ergebnis, das sein Potenzial unterstreicht.

Mikyska überzeugt durch stabile Leistungen in Lauf und Schießen und gilt als vielversprechender Vertreter der jungen tschechischen Biathlon-Generation. Nach einer Pause kehrte er Anfang 2025 mit fehlerfreiem Schießen und einem 19. Platz im IBU-Cup eindrucksvoll zurück. Mit seinem Ehrgeiz und seiner stetigen Entwicklung hat er gute Chancen, sich langfristig im Weltcup zu etablieren und in Zukunft um Podestplätze mitzukämpfen.

Markéta Davidová

Markéta Davidová gehört zu den bekanntesten Biathletinnen Tschechiens. 2021 wurde sie Weltmeisterin im Einzel über 15 km – ein Höhepunkt ihrer Karriere. Im Weltcup zählt sie mit zahlreichen Podestplätzen zu den konstantesten Athletinnen.

Sie feierte ihren größten Erfolg bei der Weltmeisterschaft 2021, als sie im Einzelrennen die Goldmedaille gewann. Mit ihrer Kombination aus starker Laufleistung und solider Schießtechnik etablierte sie sich schnell in der Weltspitze. Mehrfach wurde sie zur „Biathletin des Jahres“ in Tschechien gewählt und gilt als Aushängeschild des tschechischen Biathlonsports.

In der Saison 2024/2025 wurde ihre Karriere jedoch durch einen Bandscheibenvorfall vorübergehend gestoppt, wodurch sie auch die Weltmeisterschaft verpasste. Trotz dieser gesundheitlichen Rückschläge zeigt Davidová großen Ehrgeiz und arbeitet intensiv an ihrem Comeback. Ihre Erfahrung, ihr Kampfgeist und ihr hohes Leistungsniveau lassen erwarten, dass sie bald wieder um vordere Plätze im Weltcup mitkämpfen wird.

Slowenische Flagge

Team Slowenien

Anamarija Lampič & Miha Dovzan

Anamarija Lampič

Seine Teamkollegin Anamarija Lampič gilt als eine der interessantesten Quereinsteigerinnen im Biathlon. Die 30-Jährige war zuvor im Skilanglauf erfolgreich, ehe sie 2022 zum Biathlon wechselte. Trotz des erst späten Wechsels hat sie einige Erfolge vorzuweisen: 2024 erreichte sie mit einem dritten Platz im Sprint von Le Grand-Bornand ihr erstes Weltcup-Podium. In der Saison 2025 sorgte sie beim Heimrennen in Pokjluka für Aufsehen, als sie im Massenstart mit 19 von 20 Treffern erneut Rang drei erreichte.

Miha Dovzan

Miha Dovzan hat sich über viele Jahre hinweg im internationalen Biathlonsport etabliert. Geboren 1995, begann er schon früh mit dem Skilanglauf und wechselte in seiner Jugend zum Biathlon. In den Nachwuchsklassen sammelte er ab den frühen 2010er-Jahren erste internationale Erfahrungen und nahm an Junioren-Weltmeisterschaften teil, wo er sich schrittweise an das hohe Leistungsniveau gewöhnte.

Sein Debüt im Biathlon-Weltcup gab Miha Dovžan in der Saison 2014/2015. In den folgenden Jahren gelang es ihm, sich regelmäßig für Weltcup-Rennen zu qualifizieren und wertvolle Punkte zu sammeln. Besonders ab 2017 zeigte er eine positive Entwicklung, vor allem durch seine zuverlässige Schießleistung und seine Fähigkeit, auch in Einzelrennen konstant zu bleiben.

Zu seinen sportlichen Höhepunkten zählen mehrere Top-Platzierungen im Weltcup in den sowie Starts bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen für Slowenien. In den Jahren 2018 bis 2022 war Miha Dovžan ein fixer Bestandteil des slowenischen Nationalteams und übernahm dort eine wichtige Rolle, sowohl in Einzelbewerben als auch in Staffeln. Er gilt als erfahrener, disziplinierter Athlet, der durch Beständigkeit und Einsatzwillen einen wichtigen Beitrag zum slowenischen Biathlonsport geleistet hat.

Flagge Finnland

Team Finnland

Suvi Minkkinen & Tero Seppälä

Suvi Minkkinen

Suvi Minkkinen gehört seit einigen Jahren zum festen Bestandteil der finnischen Nationalmannschaft. Bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking sammelte sie mit Platz 22 im Sprint und Rang 24 in der Verfolgung wertvolle Erfahrung. Ein starkes Ausrufezeichen setzte die Athletin bei den Weltmeisterschaften 2023 in Oberhof, wo sie im Sprint Rang 15 erreichte. Ihren bisher größten Erfolg feierte Minkkinen im Januar 2025: Gemeinsam mit Tero Seppälä gewann sie in Oberhof das Single-Mixed-Relay und damit ihren ersten Weltcupsieg. Ingesamt stehen inzwischen zwei Podestplätze in ihrer Karrierebilanz. Die Saison 2024/2025 schloss die 30-Jährige als 18. des Gesamtweltcups ab und überzeugte durch konstante Leistungen in den Top 20.

Tero Seppälä

Ihr Partner Tero Seppälä ist seit Jahren das Aushängeschild im finnischen Männerteam. Wie Minkkinen feierte auch er 2025 in Oberhof den historischen Sieg im Single-Mixed-Relay – ein besonderer Moment für den finnischen Biathlon. Seine bisher beste Einzelplatzierung im Weltcup datiert aus dem Jahr 2022, als er im Sprint von Ruhpolding Fünfter wurde. Insgesamt stehen für ihn zwei Podestplätze in den Statistiken, zuletzt schloss er die Saison 2024/2025 auf Platze 32 im Gesamtweltcup ab.

Team Norwegen

Juni Arnekleiv & Mats Øverby

Juni Arnekleiv

Mit Juni Arnekleiv und Mats Øverby geht in diesem Jahr ein junges norwegisches Duo bei der Biathlon World Team Challenge in der VELTINS-Arena an den Start. Beide gehören zur neuen Generation im traditionell starken Biathlon-Land Norwegen und wollen am Sonntag, 28. Dezember 2025, auf Schalke ihre Visitenkarte abgeben.

Juni Arnekleiv machte bereits im Juniorenbereich international auf sich aufmerksam. Die 26-Jährige gewann mehrere Medaillen bei Jugend- und Juniorenweltmeisterschaften und etablierte sich in der Saison 2021/2022 fest im Weltcup. Besonders in Staffeln konnte sie seither überzeugen und mit der norwegischen Mannschaft Siege und Podestplätze feiern. Arnekleiv gilt als laufstarke Athletin, die auch im Sommer bei Show-Events wie dem „Blink Festival“ regelmäßig vorne mitmischt. Mit ihrer Energie und ihrem Ehrgeiz bringt Arnekleiv frischen Wind in das norwegische Damenteam – und nun auch ins Show-Event auf Schalke.

Mats Øverby

An ihrer Seite startet Mats Øverby: Der junge Norweger feierte seinen Durchbruch im IBU-Cup, wo er in der Saison 2023/2024 die Gesamtwertung gewann und sich so einen festen Platz im Weltcup erarbeitete. Der 25-Jährige zeichnete sich schon im Nachwuchsbereich durch Medaillen bei Junioren-Weltmeisterschaften aus und bestätigte seine Qualitäten zuletzt mit mehreren Siegen und Podestplätzen im IBU-Cup.

Team Belgien

Lotte Lie & Florent Claude

Lotte Lie

Team Belgien bei der diesjährigen Biathlon-WTC auf Schalke: Lotte Lie und Florent Claude gehen am Sonntag, 28. Dezember, in Gelsenkirchen wieder in die Loipe. Die beiden Biathleten lieferten im vergangenen Jahr einen überzeugenden Auftritt ab und verpassten mit Platz vier nur knapp das Treppchen.   

Erstmals für Belgien trat die gebürtige Norwegerin Lotte Lie in der Saison 2019/2020 an. Zu Beginn der Saison wurde sie im IBU-Cup eingesetzt und erreichte dort neben mehreren Top-30-Platzierungen auch einen 6. Platz in der Single-Mixed-Staffel.  

Im Januar 2020 debütierte die Athletin im Weltcup und belegte dabei den 53. Platz beim Einzelrennen auf der Pokljuka. Bei den Weltmeisterschaften 2020 landetet sie mit der Mixedstaffel auf Rang 25, zusammen mit ihrem Teamkollegen beim Biathlon auf Schalke Florent Claude erreichte sie Platz 20 im Single-Mixed. 

Auch in der Saison 2020/2021 lief Lotte Lie regelmäßig im Weltcup. Zusammen mit Florent Claude kam sie als Zwölfte des Single-Mixed-Rennens ins Ziel und erreichte das bis zu diesem Zeitpunkt beste Staffelergebnis in der Geschichte des belgischen Biathlons. Bei den Rennen der nächsten Weltcupstation in Nove Mesto  lief sie in der Verfolgung als 36. ein zweites Mal in die Punkteränge, außerdem erreichte sie mit Claude als Neunte das erste Top-Ten-Ergebnis für Belgien in einem Staffelwettbewerb auf Weltcupebene. Zuletzt gewann Lotte Lie am 31. August 2025 den Stadtbiathlon in Dresden vor der Norwegerin Karoline Knotten und der Bulgarin Milena Todorova. 

Florent Claude

Ihr Teamkollege Florent Claude erhielt im Juni 2016 die belgische Staatsbürgerschaft und konnte ab der Saison 2017/2018 für Belgien starten. In den belgischen Weltcupstaffeln nahm er die Position des zweiten Läufers nach Michael Rösch ein, der sowohl in Hochfilzen als auch in Oberhof in Führung liegend an Claude übergab. Regelmäßig erreichte der 33-Jährige zudem in Einzel-Weltcuprennen die Punkteränge, sein bestes Saisonergebnis war ein 18. Platz in der Verfolgung von Annecy im Dezember. 

In den folgenden Jahren platzierte sich Claude in vielen Weltcuprennen unter den ersten 40 Athleten und belegte in der Gesamtwertung der Wettkampfserie Positionen zwischen Rang 22 (in der Saison 2023/2024) und Rang 51 (2018/2019). Im März 2021 erreichten er mit Lotte Lie den neunten Platz in der Single-Mixed-Staffel in Nove Mesto – damit sorgten die beiden Biathleten für die erste Top-Ten-Platzierung einer belgischen Staffel in einem Weltcuprennen.  

Knapp ein Jahr später kamen die beiden Belgier in der Single-Mixed-Staffel beim Weltcup in Oberhof auf den sechsten Rang. Am gleichen Rennwochenende erzielte Claude als Neunter im Sprint sein bis dahin bestes Einzel-Weltcupergebnis. Im August 2023 wurde er Sprintweltmeister im Sommerbiathlon bei den Titelkämpfen in Osrblie. Über ein individuell bestes Ergebnis durfte Florent Claude sich im Februar 2025, als er bei der Weltmeisterschaft in Lenzerheide als 17. durchs Ziel lief.  

Team Frankreich

Lou Jeanmonnot & Fabien Claude

Lou Jeanmonnot

Auch das „Wunderkind“ des französischen Skiverbands gehört zum diesjährigen Starterfeld auf Schalke: In der Jugend war sie neben dem Skifahren noch als Mountainbikerin aktiv. Mit 16 Jahren legte Jeanmonnot dann den Fokus auf den Wintersport – eine Entscheidung, die sie prompt mit Leistungen bestätigte.

Die erste internationale Goldmedaille gewann die Biathletin aus Pontarlier in der Verfolgung beim Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival 2015. Im darauffolgenden Jahr gab sie ihre Premiere im IBU-Junior-Cup. Jeanmonnot steigerte sich stetig weiter: In der Saison 2017/18 holte sie Silber im ersten Sprint im italienischen Ridnaun. Dieser Erfolg krönte sie mit einer Goldmedaille im Sprint von Nové Město und erlangte damit ihren ersten Wettbewerbssieg im IBU-Junior-Cup.

Im März 2021 gab die Sportsoldatin nach mehreren Medaillen bei Europameisterschaften ihr Weltcupdebüt und erzielte im ersten Rennen direkt Punkte. Dank starker Leistungen in der Saison 2021/2022 erreichte sie ein Jahr nach ihrem Debüt auch ihren ersten IBU-Cup-Sieg im Seniorenbereich. Nach 23 Rennen gewann die Französin mit 25 Punkten Vorsprung die Gesamtwertung. Im Dezember 2022 erreichte die heute 27-Jährige einen weiteren persönlichen Meilenstein: Mit der französischen Damenstaffel errang sie ihren ersten Weltcupsieg.

Den 4. Weltcup der Saison 2022/2023 folgte auf den Erfolg im österreichischen Hochfilzen ein zweiter Platz bei der Single-Mixed-Staffel in Pokljuka an der Seite von Antonin Guigonnat. Eine Woche später lief Jeanmonnot erstmals bei einem Weltcup auf das Podest eines Individualrennens: In Ruhpolding blieb sie als eine von drei Schützinnen ohne Schießfehler und sicherte sich mit dieser Leistung den zweiten Platz. Mit der Damenstaffel belegte sie im März 2023 den zweiten Platz. Bereits am darauffolgenden Tag bestieg sie erneut das Podest und sicherte sich den Silberrang über 12,5km Massenstart.

In der Saison 2023/2024 unterstrich Jeanmonnot ihre Qualitäten nochmals und schaffte den Durchbruch auf individueller Ebene: Im Sprint erlangte sie ihren ersten Weltcupsieg in einer Individualdisziplin. Im Saisonendspurt landete sie in den letzten neun Rennen achtmal auf dem Podium und sicherte sich hinter Lisa Vittozzi den zweiten Platz. Die mehrfache Junioren-Weltmeisterin wies in dieser Saison eine Genauigkeit von 90 Prozent im Stehendschießenden auf. Im Liegendschießen hatte sie in den vergangenen Jahren stets eine Trefferquote von über 90 Prozent.

Fabien Claude

Für Fabien Claude bedeutet der Biathlon auf Schalke die Rückkehr an einen Ort, an dem er bereits in der Vergangenheit starke Leistungen gezeigt hat. Dieses Mal reist der Franzose jedoch mit besonderer Motivation an – gemeinsam mit seiner neuen Partnerin Lou Jeanmonnot, die zur absoluten Weltspitze gehört. Beide möchten in der Veltins-Arena um die vorderen Plätze kämpfen und sich im hochkarätigen Teilnehmerfeld behaupten.

Seinen ersten Sieg feierte der Biathlet 2021 mit der französischen Staffel, bei den Olympischen Winterspielen 2022 gewann er als Staffelläufer die Silbermedaille, ehe der 30-Jährige 2023 in Oberhof mit der Staffel Weltmeister wurde. Im Dezember 2024 gelang Claude in Hochfilzen ein besonderes Highlight: Mit dem dritten Platz im Sprint stand er erstmals seit über vier Jahren wieder in einem Einzelrennen auf dem Podium.

Claude machte schon in jungen Jahren auf sich aufmerksam. 2013 und 2014 wurde er Juniorenweltmeister, ein Erfolg, der früh sein Potenzial für eine internationale Spitzenkarriere erkennen ließ. Schon wenig später, 2016, gab er sein Weltcup-Debüt in Ruhpolding und gewann nach und nach an Stabilität und Selbstvertrauen.

Den entscheidenden Durchbruch schaffte er im Winter 2019/2020, als er mit mehreren Podestplätzen seinen festen Platz in der Weltspitze etablierte. Bekannt ist er seitdem für seine kämpferische Laufleistung, seine mentale Stärke im Wettkampf und seine Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen am Schießstand den Fokus zu behalten. Im französischen Team gilt er außerdem als Teamplayer, der in Staffeln häufig besonders starke Leistungen zeigt.

Team Österreich

Tamara Steiner & David Komatz

Tamara Steiner

Tamara Steiner hat sich seit ihrer Jugend kontinuierlich im leistungsorientierten Biathlonsport entwickelt. Bereits in den frühen 2010er-Jahren begann sie mit dem Skilanglauf und fand kurz darauf zum Biathlon, wo sie ihre Stärken in Ausdauer, Technik und Konzentration kombinieren konnte. Erste Wettkampferfahrungen sammelte sie bei regionalen und nationalen Nachwuchsbewerben.

Ab der Saison 2018/2019 machte Tamara Steiner im österreichischen Nachwuchsbereich verstärkt auf sich aufmerksam. Durch konstante Leistungen bei nationalen Meisterschaften und gute Ergebnisse im Juniorinnenbereich qualifizierte sie sich für den österreichischen Nachwuchskader. In den darauffolgenden Jahren, insbesondere von 2020 bis 2022, nahm sie regelmäßig an internationalen Nachwuchs- und Juniorenbewerben teil, bei denen sie wertvolle Erfahrung auf internationalem Niveau sammelte.

Zu ihren sportlichen Erfolgen zählen mehrere solide Platzierungen bei Nachwuchsrennen sowie Einsätze für Österreich bei internationalen Wettkämpfen. Dabei überzeugte sie vor allem durch ihre Laufstärke und eine zunehmend stabile Schießleistung. Tamara Steiner gilt als disziplinierte und ehrgeizige Athletin, die seit 2023 weiter daran arbeitet, sich im höheren Leistungsbereich zu etablieren und ihren sportlichen Weg im Biathlonsport erfolgreich fortzusetzen.

David Komatz

David Komatz zählt zu den erfolgreichsten österreichischen Biathleten seiner Generation. Zu seinen größten Karrierehöhepunkten gehören zwei Silbermedaillen bei Biathlon-Weltmeisterschaften: 2021 holte er Silber in der Mixed-Staffel, 2023 folgte eine weitere Silbermedaille in der Single-Mixed-Staffel.

Ebenso stark präsentierte er sich bei den Biathlon-Europameisterschaften 2014, wo er mit der österreichischen Staffel Gold gewann und im Sprint zusätzlich eine Bronzemedaille eroberte.

Mit diesen Erfolgen hat sich David Komatz als verlässlicher Teamathlet und wichtiger Bestandteil der österreichischen Biathlon-Nationalmannschaft etabliert.

Schweiz

Team Schweiz

Lena Häcki-Gross & Joscha Burkhalter

Lena Häcki-Gross

Lena Häcki-Gross gilt als Energiebündel des Schweizer Biathlons. Ihren bisher größten Erfolg im Weltcup feierte sie 2024 mit einem Sieg in Antholz – ein Meilenstein, nachdem sie zuvor drei weitere Podestplätze gesammelt hatte, darunter ein zweiter Platz in Hochfilzen 2023. In der Saison 2023/2024 bewies sie Konstanz: Mit Platz sechs im Gesamtweltcup und Rang drei in der Massenstart-Wertung zählte sie zur erweiterten Weltspitze. Auch national setzte sie ein Ausrufezeichen als Schweizer Meisterin 2024 im Massenstart – mit nur einem einzigen Schießfehler.

Joscha Burkhalter

Joscha Burkhalter hat sich als Spätstarter im Biathlon etabliert. Dennoch sammelte er bereits mehrere Podestplätze im Weltcup, darunter einen Sieg im Mixed Relay sowie weitere Top-3-Ergebnisse. In der Saison 2024/2025 belegte der 28-Jährige im Gesamtweltcup Platz 37. Bei den Weltmeisterschaften 2025 in Lenzerheide gelangen dem gebürtigen Erlenbacher solide Resultate mit Rang 21 im Sprint und Platz 29 im Einzel.